Bernhard Debatin

Ethik und Internet

Überlegungen zur normativen Problematik von hochvernetzter Computerkommunikation

          

Das Internet dient, gestützt durch eine immer noch wachsende massenmediale Aufmerksamkeit, als Projektionsfläche für alle möglichen politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, kulturellen und individuellen Wünsche und Ängste. Auf der Seite der Wünsche ist das Internet zum Symbol für optimierte Kommunikation schlechthin geworden, was sich in der Metapher des Information Superhighway (Datenautobahn) sinnfällig ausdrückt. Dieser Wunschidee liegt der Mythos eines zeit- und grenzenlosen Informationsaustausches zugrunde. Dementsprechend soll durch den Information Superhighway die Lösung der ökonomischen, sozialen, politischen und ökologischen Probleme unserer Zeit möglich werden (Al Gore).[1]

Auf der Seite der Ängste ist das Internet zur Metapher für die Bedrohung durch das Neue, Fremde und Verbotene geworden; eine Vorstellung, die auf dem Mythos von der allmächtigen Wirkung der Kommunikationsmedien beruht und die sich dann in spektakulärer, oft überdramatisierter Berichterstattung in den Massenmedien niederschlägt. Beispielhaft sind etwa die Themen Hacker, Computerkriminalität oder Pornographie im Internet. Viele der öffentlichen Diskussionen drehen sich in diesem Zusammenhang um Probleme wie das Verhältnis von Zensur und Freiheit der Rede im Netz, um die Frage Datenverschlüsselung versus allgemeinen Datenzugriff, oder auch um das Verlangen nach elterlicher Zugangskontrolle.

Gerade die Diskussion über Pornographie im Internet hat jedoch gezeigt, daß eine Moralisierung der Debatte nicht hilfreich ist. Dies nicht nur deshalb, weil hier oft erst einmal Fragen des nationalen und transnationalen Rechts betroffen sind, sondern auch, weil die mit der Moralisierung verbundene Vorentscheidung den Blick auf die vielschichtigen Problemlagen verstellt, die mit dem neuen Medium Internet gegeben sind. Eine systematische Klärung der normativen Dimensionen des Internet, die aus kommunikationswissenschaftlicher und medienethischer Perspektive erst noch zu leisten ist, wird durch die Fixierung auf spektakuläre Oberflächenphänomene wie die Pornographiedebatte eher behindert als befördert. Meine folgenden Überlegungen stellen den Versuch dar, die Grundlinien für eine solche systematische normative Analyse zu skizzieren.

Die Frage nach Ethik und Moral setzt voraus, daß es Handlungsträger gibt, denen moralisches bzw. unmoralisches Handeln zugeschrieben werden kann. Damit erheben sich zugleich weitergehende Fragen nach dem Handlungsbereich, den Handlungsfolgen, den von Handlungsfolgen Betroffenen, der Rechtfertigungsinstanz, sowie den handlungsleitenden Normen und Werten. Von besonderer Bedeutung ist hierbei auch das Zusammenspiel von individuellem und organisationellem Handeln, wie es typischerweise in komplexen Handlungssystemen auftritt.[2]

Um die hier aufgeworfenen Probleme behandeln zu können, ist es zunächst notwendig, das Handlungsfeld Internet[3] genauer zu bestimmen. Das Internet kann kraft seiner Multimedialität viele verschiedene Funktionen gleichzeitig oder auch in getrennter Form erfüllen. Genannt seien hier nur die Funktionen des elektronischen Datentransfers, des Direktzugangs zu digitalen Informationssystemen, der synchronen oder zeitlich versetzten dyadischen und Gruppenkommunikation, der Erzeugung, Speicherung und Übertragung von Schrift-, Bild- und Tondokumenten und der Simulation von virtuellen Welten.

Das Handlungsfeld Internet ist multidimensional strukturiert und zerfällt in eine Vielzahl unterschiedlicher Handlungsbereiche mit je verschiedenen Anwendungen: Es kann als digitales Briefsystem, als Diskussionsforum, als riesige Bibliothek und Datenbank, als elektronischer Werbe- und Einkaufskatalog, als Telefon, als Radio- und Fernsehgerät, als Videokonferenzsystem, als virtuelle Spielwelt, als Simulationsmaschine und vieles andere mehr Verwendung finden. Zugleich rangieren die durch das Internet ermöglichten computergestützten Kommunikationen über das gesamte Spektrum von intim-privater Konversation bis zur öffentlichen Kommunikation und von dyadischer und Gruppenkommunikation über kategorielle und fachspezifische bis hin zur Massenkommunikation.

Es liegt auf der Hand, daß in den unterschiedlichen Handlungsbereichen je nach sozialer und technischer Bandbreite auch ganz verschiedene Formen normativer Selbstregulation entstehen. So sind beim Austausch von Emails oder beim netzgestützten Telefonieren zwischen Privatleuten andere Verhaltensnormen erwartbar (und damit auch andere Normverstöße möglich) als bei computervermittelter Gruppenkommunikationen in Echtzeit oder bei einem email-basierten Diskussionsforum in einer Newsgroup.

Insofern ist es keine Überraschung, daß sich im Internet inzwischen eine Vielzahl von bereichsspezifischen Normierungen und Etiketten herausgebildet hat. [4]  Eher selten zu finden sind dagegen Versuche, die ethischen Dimensionen des Internet bereichsübergreifend und systematisch zu untersuchen. [5]  Dieser Sachverhalt wird unmittelbar deutlich, wenn man im Internet selbst nach entsprechenden Texten forscht. Unter Suchbegriffen wie ‘cyberethics’, ‘netiquette’, ‘Internetethik’ etc. findet man eine buntgewürfelte Sammlung von Dokumenten, Verhaltensregeln, Seminarplänen und anderen Webseiten, die eher unsystematisch und meist fallbezogen sind, und die häufig mit dem Thema Internetethik und Normativität nicht viel zu tun haben.

Mein Vorschlag ist nun, das Handlungsfeld Internet und seine diversen Handlungsbereiche zur systematischen Analyse in thematisch gegliederte Funktionsbereiche zu unterteilen, nämlich in die drei zentralen Funktionsbereiche Wissen, Freiheit und Identität. Diese Funktionsbereiche und die in ihnen auftretenden spezifischen ethischen Probleme sollen im folgenden beleuchtet werden.

             


1. Der Funktionsbereich Wissen: Elektronisch erzeugte Wahrheit?

Die Verwendung des Internet im Bereich des elektronischen Transfers von Information ist vor allem auf die Gewinnung, Verarbeitung, Weitergabe und Speicherung von Wissen gerichtet: Das Internet erscheint hier als ein gigantisches gesellschaftliches Gedächtnis, als universaler Wissensspeicher, der schnellen und umfassenden Zugriff auf jedwede Information verspricht. [6]  Durch die Vernetztheit des Hypermediums Internet sind im Prinzip alle Informationen miteinander verbunden und damit auch im Prinzip allen zugänglich. Der vor allem in Macht- und Wissenseliten weitverbreitete Mythos einer umfassenden und reibungslos kommunizierbaren Information beruht auf der Idee eines solchen ungehinderten digitalen Informationsflusses zwischen einzelnen Benutzern, allen möglichen Organisationen und Institutionen, sowie digitalen Bibliotheken und Datenbanken. Dieser positiven Vorstellung wird jedoch das Negativbild der informationellen Überflutung oder gar der ‘Datenbombe Internet’ (Virillo) entgegengehalten, wobei der allgemeinen Informationsflut eine spezielle ‘Informationsdürre’ korrespondiert: Oft findet man zwar alles mögliche, aber nicht das, was man gerade sucht, zumal wenn es sich um wissenschaftliche Information handelt. [7]

Aus normativer Perspektive tauchen hier drei miteinander verbundene Probleme auf, die das Handeln in diesem Funktionsbereich ethisch prekär machen, nämlich (1) die große Komplexität des Funktionsbereiches Wissen, die spezielle Prozeduren der Selektion erfordert, (2) die Möglichkeit der schnellen und unmerklichen Informationsmanipulation, und (3) die damit zusammenhängende Frage nach Qualität und Nachprüfbarkeit des elektronisch vermittelten Wissens.

Insgesamt betrachtet wirft der Funktionsbereich Wissen damit eine Vielzahl von normativen Problemen auf, die vor allem mit der Geltung, der Authentizität und der Selbstreferentialität der Informationen zu tun haben. Ethische Selbstregulation ist in diesem Bereich nur sehr schwer zu verwirklichen, da es an normativem Sanktions- und Motivationspotential fehlt. Ausnahmen sind akademische Texte im Internet, da deren Autoren ihr symbolisches Kapital der Reputation auch im Internet zu hegen haben. Inwieweit sich ein ähnliches Regulativ auch im Bereich der Wirtschaftskommunikation im Internet herausbilden wird, ist derzeit noch nicht abzuschätzen, da diese erst in den Anfängen steht. Da sich jedoch Werbung naturgemäß nicht mit Fragen der Wahrheit belastet, sondern eher auf emotiv-persuasive Effekte spekuliert, ist eine Lösung der Wahrheitsproblematik von dieser Seite eher nicht zu erwarten.

Eine mögliche Perspektive stellt vielleicht die derzeit zu beobachtende Entstehung neuer Dienstleistungsberufe im Bereich der Selektion von elektronischer Information ("Information Broker") dar. Das gerade in Deutschland noch sehr am klassischen Journalismus ausgerichtete Berufsbild in den Kommunikationsberufen sollte diese Impulse ernst- und aufnehmen. Insbesondere bei der universitären Ausbildung solcher Fachleute für elektronische Information wäre auf eine umfassende medien- und verantwortungsethische Komponente achten.

                


2. Der Funktionsbereich Freiheit: Elektronische Öffentlichkeiten?

Das Internet ist ein zentrales Projektionsfeld für den Mythos unbegrenzter Freiheiten, wobei sich hier entsprechend der jeweiligen politischen Ausrichtung drei zu unterscheidende Hauptströmungen zeigen, nämlich die liberaldemokratische, die anarchistische und die wirtschaftsliberale Freiheitsidee. Diese drei Ideen und die damit verbundenen normativen und empirischen Probleme sollen nun kurz diskutiert werden:

Die normativen Probleme, die sich im Funktionsbereich Freiheit stellen, drehen sich insgesamt betrachtet um Fragen der Partizipation an und der Regulation von neu entstehenden elektronischen Öffentlichkeiten, die teils politischer, teils sozialer und teils wirtschaftlicher Natur sind. Der (wie in allen Handlungsbereichen) notwendige normative Regelungsbedarf wird dabei von manchen Autoren grundsätzlich abgelehnt, andere versuchen, durch interne Regulation äußeren Einflüssen zuvor zu kommen. Die mit der Struktur des Internet prinzipiell mögliche Revitalisierung und Demokratisierung der öffentlichen Sphäre wird allerdings durch starke konkurrierende Tendenzen eher behindert, denn durch die Kommerzialisierung zeichnet sich eine Diversifizierung des Netzes in viele einzelne kommerzielle ‘push’ Dienste ab und eine Differenzierung der Netzbenutzer in wenige aktive User und viele passiv konsumierende Rezipienten.

                


3. Der Funktionsbereich Identität: Leben in virtuellen Welten?

Mit dem Internet verändert sich das Selbstbild und die Identität des Menschen. Das Internet stellt als technisierter sozialer Raum einen ganz neuartigen Wahrnehmungs- und Erfahrungsraum dar: die körper- und schwerelose elektronische Welt. Im multimedialen Hyperraum finden sich viele verschiedene Formen von virtueller Realität, angefangen von aufwendigen Simulationen und Animationen, bei denen Menschen mit Datenanzügen und -brillen über das Netz zu Cyborgs gekoppelt werden, über die Comicwelten der Avatar-Chat-Spaces (z.B. Worlds Away von CompuServe) oder Online-Traumwelten, in denen die assoziative Technik einer kollektiven écriture automatique zur Interpretation von Träumen realisiert wird, [29]  bis hin zu den ‘identity workshops’ des Internet chat, bei dem durch die Kombination von Anonymität und Nähe ein experimenteller Umgang mit kultureller und Geschlechteridentität möglich wird. [30]  Der postmoderne Mythos der fragmentierten und dezentrierten Identität[31]  scheint in den chat und game worlds des Netzes ebenso Wirklichkeit zu werden, wie der Mythos des ‘neuen Menschen’, der sich frei seinen spielerischen Neigungen widmen kann. [32]  Auch der Mythos der Bewußtseinserweiterung durch das Internet wird durch diese neuartigen Formen individueller und kollektiver Erfahrung genährt. [33] Es ist offensichtlich, daß auch hier sich spezifische normative Probleme stellen. Diese betreffen (1) die Frage nach Verbindlichkeit und Moralität von virtuellen Beziehungen und (2) die Frage nach der Regelung von Konflikten in virtuellen Welten.

Insgesamt betrachtet liegen die normativen Probleme im Funktionsbereich Identität vor allem in der Regelung von zwischenmenschlichen und sozialen Konflikten im Verhältnis zwischen real life und virtual life, sowie innerhalb der diversen virtuellen Welten. In diesem kommunikationsintensiven Bereich zeigt sich vielleicht am deutlichsten, wie wichtig Regeln des sozialen Handelns sind und wie schnell sich selbst in virtuellen Räumen solche Normierungen herausbilden. Damit wird auch klar, daß zur Entstehung von sozialen Räumen eine physische Kopräsenz durchaus nicht nötig ist. Unabdingbar sind jedoch normative Selbstregulationen, die die kommunikativen Handlungen der Mitglieder solcher virtuellen Gemeinschaften sanktionieren und die Grenzen und Eigenschaften dieser kleinen sozialen Systeme definieren.


Abschließen will ich mit einer Bemerkung zum Verhältnis von Recht, Moral und Philosophie: Wie ich am Anfang hervorgehoben habe, ist die Moralisierung eines Themas selten hilfreich, da damit die eigentlich notwendige ethische Auseinandersetzung umgangen und statt dessen eine vorgefertigte, dogmatische Position bezogen wird. Es wäre allerdings falsch zu glauben, daß die Probleme statt dessen durch das Recht gelöst werden könnten. Wie die Entscheidung des US-amerikanischen Supreme Court vom Juni 1997 zum Communications Decency Act gezeigt hat, [42]  stellen sich gerade auch im Internet normative Probleme, die nicht auf legislative Weise beseitigt werden können. Vielmehr müssen sie durch netzinterne und durch öffentliche Auseinandersetzungen über Normen des Handelns und des Zusammenlebens unter Bedingungen hochvernetzter Computerkommunikation geregelt werden können. Es ist die Aufgabe einer Moralphilosophie des Internet solche Prozesse zu reflektieren, ihre grundlegenden Werten und Normen zu analysieren und die internetspezifischen normativen Probleme in einen allgemeinen ethischen Bezugsrahmen zu stellen. Ob dies dann eine rein akademische Übung bleibt oder auch praktisch wirksam werden kann, ist auch eine Frage der (Teilnahme an der) computervemittelten Kommunikation.

                       


LITERATUR:

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ANMERKUNGEN

  1. Vgl. Krempl (1997a). >zurück<<
  2. Vgl. hierzu ausführlich Debatin (1997). >zurück<
  3. Ich spreche hier von Handlungsfeld und nicht von Handlungssystem, um so der Vielschichtigkeit des multi-medialen Hypermediums Internet gerecht zu werden. Der Begriff des Systems würde eine dem Internet nicht entsprechende Einheitlichkeit nahelegen. >zurück<
  4. Neben der in vielen Varianten und Sprachen vorliegenden allgemeinen Netiquette gibt es vor allem in den kommunikationsintensiven Handlungsbereichen inzwischen eine Unmenge von Normierungen und Regulationen (vgl. weiter unten, Abschnitt 3: Identität). - Die Sammlung, Systematisierung und medienethische Analyse solcher Normierungen ist Gegenstand eines gerade von mir projektierten Forschungsvorhabens. >zurück<
  5. Für solche seltenen Fälle vgl. Vance (1996) und Sandbothe (1996). >zurück<
  6. "Though still in its infancy, the Internet already serves a larger constituency with greater variety of information than any library (or newsstand) in history." (Abuss 1995) >zurück<
  7. Vgl. Lederberg (1996). >zurück<
  8. Vgl. Hubig (1995), v.a. S. 161ff. >zurück<
  9. Zur informationstechnischen Bedeutung von Knowbots vgl. auch Kahn/Cerf (1996); für eine Einführung in die ethische Problematik des Design und der Verwendung von Software Agents vgl. Eichmann (1994). >zurück<
  10. Vgl. Stefik (1996), S. 3ff. >zurück<
  11. Natürlich gibt es die Möglichkeit, durch Nennung des Datums der Entstehung und des letzten Updating einen Zeitindex einzuführen. Dennoch kann man nicht wie bei einer Zeitung einfach in ein Archiv gehen und den Stand eines Dokumentes zu einem beliebigen Zeitpunkt überprüfen. Das Internet beruht auf einer geschichtslosen Selbstreferentialität: Es operiert nicht entlang der Unterscheidung frühere vs. spätere Zustände bzw. Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft, sondern entlang der Unterscheidung Speichern vs. Löschen. Im Gegensatz dazu ist das (noch) auf Printmedien beruhende Wissenschaftssystem immer auf historische Referenzen orientiert: Man verweist auf andere, frühere Publikationen, vergleicht sie, und erzeugt so eine zeitlich kodierte Selbstreferentialität im Hinblick auf den bisherigen Wissens- und Erkenntnisstand (vgl. hierzu auch Merton 1983). >zurück<
  12. "Repetition makes any statement seem true. Hundreds of cross-referenced links on the Web create a matrix of even greater credibility. In print, we document assertions with referenes. Footnotes are conspicuous by their absence on the Web. (…) The way sites are connected on the WWW tends to obliterate our historical sense. Everything on the Web seems to be happening NOW. Without a point of reference, all information seems equal." Thieme (1996). >zurück<
  13. Vgl. auch Thieme (1996). >zurück<
  14. Vgl. Mambrey (1996) und Poster (1997). >zurück<
  15. Vgl. Kiesler/Siegel/McGuire (1991):, für den Bereich computervermittelten Echtzeitkommunikation: Reid (1994), sowie als aktuellen Erfahrungsbericht: Weingärtner (1997). >zurück<
  16. Vgl. Helten (1996). >zurück<
  17. Nach der Online/Offline SPIEGEL Studie von 1996 verfügen in Deutschland ca. 5 % der Bevölkerung über einen Netzzugang, während in den USA nach einem Bericht von Businessweek vom 5.5.1997 z.Zt. etwa 20 % der Bevölkerung das Netz nutzen (vgl. Krempl 1997b). >zurück<
  18. Vgl. GVU's 7th WWW User Survey URL: < http://www.gvu.gatech.edu/user_surveys/> >zurück<
  19. Vgl. Debatin (1996). >zurück<
  20. Vgl. Rheingold (1993). >zurück<
  21. Vgl. Imanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. § 8. >zurück<
  22. Vgl. z.B. die Erklärung der Electronic Rights & Ethics (EFA et al. 1996). >zurück<
  23. Zur Netiquette siehe URL <http://rs6000.adm.fau.edu/rinaldi/netiquette.html>, sowie Shea (1994). >zurück<
  24. So z.B. Filtersoftware als Mittel elterlicher Zugangskontrolle. Die Delegation von moralischen Entscheidungen an Softwaresysteme ist allerdings nicht unproblematisch, denn die Selektionsentscheidung liegt damit gerade nicht bei den Eltern, sonder sie wird an PICS-Ratingsysteme delegiert (PICS = Platform for Internet Content Selection); vgl. hierzu auch CPSR (1997). >zurück<
  25. Hier spielen v.a. langfristige Markplanungen eine wichtige Rolle, wie z.B. der seit einiger Zeit laufende Kampf um die Aufteilung der Bild- und Übertragungsrechte im Internet, an dem sich auch die Corbis Corporation von Bill Gates durch das flächendeckende Aufkaufen von Bild- und Fotorechten beteiligt (vgl. Jansen 1997) >zurück<
  26. Vgl. Schiller (1997) und Krempl (1997a). >zurück<
  27. Vgl. Barbrook/Cameron (1995). >zurück<
  28. Vgl. Stefik (1996), S. 182-185. >zurück<
  29. Vgl. Viglizzo (1996). >zurück<
  30. Vgl. Amy S. Bruckman (1995) und (1996). >zurück<
  31. Vgl. Poster (1997). >zurück<
  32. Vgl. Flusser (1995). >zurück<
  33. Vgl. Barlow (1995). >zurück<
  34. Vgl. Turkle (1995). >zurück<
  35. In einer seit zwei Jahre laufenden teilnehmenden Beobachtung eines CompuServe Chat-Forums, das etwa 40-50 regelmäßige Mitglieder hat, habe ich sechs Fälle von erfolgreich ins real life überführten Partnerschaften feststellen können. Die meisten elektronischen Partnerschaften bleiben jedoch auf die computervermittelte Kommunikation begrenzt und scheinen auch daraus ihren Reiz zu gewinnen.>zurück<
  36. In von mir durchgeführten qualitativen Online-Interviews mit diversen Mitgliedern dieses CompuServe Chat-Forums wurde von den Interviewten das Problem der Abhängigkeit immer wieder im Zusammenhang mit gleichzeitigen Kontaktverlusten thematisiert. >zurück<
  37. In den USA läuft z.B. derzeit ein Scheidungsprozeß wegen Untreue aufgrund von Cybersex-Kontakten des Ehemannes, auch dies wurde in den genannten Interviews mehrfach angesprochen. >zurück<
  38. In meinen Online-Interviews wurde z.B. von einigen die Ansicht vertreten, daß Cybersex eine Art interaktiver erotischer Roman sei und insofern keine Auswirkungen auf real life-Beziehungen hätte, während andere Cyber-sex-Beziehungen eher als eine Gelegenheit für einen moralisch und sozial ungefährlichen ‘Seitensprung’ betrachten, und wieder andere in Cybersex eine klare Verletzung von moralischen Standards wie ehelicher Treue und gegenseitigem Vertrauen sehen. >zurück<
  39. Vgl. Stone (1995), S. 65-81 und Turkle (1995), S. 228-231. >zurück<
  40. Vgl. Dibbell (1993). >zurück<
  41. Vgl. Stivale (1996). >zurück<
  42. Beim Communication Decency Act handelte es sich um eine Gesetzesvorlage, die pornographische und andere anstößige Inhalte als strafwürdig verfolgen und so aus dem Internet verbannen sollte. Eine solche staatliche Zensur unmoralischer Inhalte wurde vom amerikanischen Gerichtshof jedoch als konstitutionswidriger Verstoß gegen das Grundrecht auf Redefreiheit (First Amendment) abgelehnt. >zurück<


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